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Schlagwort: Schwedische Tradition

Mittsommer: Ein schwedisches Fest für die Sinne und fürs Herz

Posted on 2025-06-202025-06-20 by Linda Engfeldt

Wenn in Schweden der längste Tag des Jahres naht, beginnt ein Fest, das tief in der Natur und im Herzen der Menschen verwurzelt ist: Midsommar. Für viele Schweden ist es sogar bedeutender als Weihnachten und für mich hier in Deutschland ein Fest, das jedes Jahr Sehnsucht weckt.

Was ist Mittsommer überhaupt? Rund um die Sommersonnenwende am Freitag zwischen den 19. und 25. Juni feiern die Schweden den Höhepunkt des Lichts. Es ist die Zeit, in der die Sonne in Teilen des Landes gar nicht untergeht, die Nächte hell sind und die Natur in voller Blüte steht. Traditionell versammelt man sich mit Familie und Freunden draußen im Grünen, oft auf dem Land, um die sogenannte Midsommarstången (Midsommarstange) aufzustellen, ein mit Blumen geschmückter Baumstamm, um den getanzt und gesungen wird.

Zu Mittsommer gehören Blumenkränze im Haar, das Barfußlaufen im Tau, alte Volkslieder und natürlich das Essen: Ein buffet mit eingelegten Hering, Lachs, Hackfleischbällchen, Würstchen, junge Kartoffeln mit Dill, Erdbeeren und dazu ein kleines Gläschen Schnaps (natürlich mit Trinklied!). Alles wird draußen zelebriert, oft werden die Tische draußen hingestellt.

Auch wenn ich nicht in Schweden bin, versuche ich mir jedes Jahr ein Stück dieses Zaubers nach Hause zu holen. Mit anderen Schweden und Freunden mit einem selbstgemachten Kranz, skandinavischer Musik, Tanz um den geschmückten Baum und das typische Essen im Garten. Es ist nicht dasselbe wie in Schweden, aber ein liebevoller Gruß an ein Fest, das Natur, Gemeinschaft und Lebensfreude auf so wunderschöne Weise verbindet.

Eines Tages möchte ich Mittsommer wieder in Schweden erleben: Das helle Licht sehen, die Lieder mitsingen, auf der Wiese tanzen, als wäre der Sommer unendlich. Bis dahin bleibt die Vorfreude und ein Herzensritual, das auch aus der Ferne verbindet.

𝐁𝐥𝐚̊𝐤𝐮𝐥𝐥𝐚 𝐮𝐧𝐝 Påskkärringar (Osterhexen)

Posted on 2025-04-112025-06-20 by Linda Engfeldt

Nach altem nordischen Volksglauben salbten die 𝖯𝖺̊𝗌𝗄𝗄𝖺̈𝗋𝗋𝗂𝗇𝗀𝖺𝗋 (Hexen) in der Nacht zum Gründonnerstag ihre Besen und flogen nach Blåkulla – dem schwedischen Pendant zum Blocksberg im Harz. Hier sollten sie den Hexensabbat mit dem Teufel und seinem Gefolge feiern.

Nach dem Volksglauben wurde am Gründonnerstag das Böse freigesetzt. Es war auch wichtig, auf der Hut zu sein, da die Hexen auf ihrer Reise manchmal Kinder entführten, um sie in den Dienst des Teufels zu stellen. Deshalb verkleideten sich die Menschen als Osterhexen, um böse Geister zu vertreiben und Haus und Hof zu schützen.

Heutzutage hat sich der Brauch in einem weniger furchteinjagende Tradition gewandelt. Kleinkinder verkleiden sich als Påskkärringar, Osterweiber, und ziehen um die Häuser. Dabei tragen sie altmodische Röcke, Schürzen und Kopftücher, sind im Gesicht mit roten Wangen geschminkt und trägt einen Korb – um die gesammelte Süßigkeiten zu tragen. Die Jungs verkleiden sich entweder auch als Påskkärring oder als Ostermänner in alten Sakkos und Hut. Gerne werde auch Bartstoppeln im Gesicht geschminkt. Sie gehen von Tür zu Tür, überreichen selbstgemalten Osterkarten und wünschen frohe Ostern. Als Dank werden sie mit Süßigkeiten oder ein paar Münzen bedankt.

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